Aber natürlich!

Natürlich sind wir natürlich – wir sind, ganz nüchtern betrachtet, organische Lebewesen, wie könnte es also anders sein?

Was also beinhaltet Natürlichkeit demnach alles? An dieser Stelle möchte ich mich vor allem auf den Körper beziehen, für welchen die Definition eine sehr einfache ist: Der Körper ist natürlich wenn er im „Originalzustand“ ist. Das ist einmal rein optisch zu verstehen, aber genauso gehören zur Natürlichkeit auch die körperlichen Vorgänge wie Stoffwechsel, Verdauung oder der weibliche Zyklus dazu.

Hierzu direkt der erste FOUND MY MEE Hit: Wer sich ein bisschen mehr mit Biologie beschäftigt und sich den Körper und auch seine Vorgänge einmal genauer zu Gemüte zieht, braucht nicht lange, um die darin enthaltene #Schönheit zu erkennen. Ein wahres #Wunder.

Diese der Natürlichkeit inne wohnende Schönheit wurde vom Menschen immer wieder versucht zu veredeln, um so attraktiver zu erscheinen. Denn am Ende sind auch wir, wie alle Lebewesen, gewissen biologischen Mechanismen unterlegen – ganz gleich wie zivilisiert wir sind und wie sehr wir uns über die Natur stellen.

Und in dieser allen übergeordneten Biologie geht es ganz klar immer darum, sich dem anderen Geschlecht möglichst attraktiv zu präsentieren. Um in Folge einen möglichst gesunden und starken Partner anzuziehen, mit welchem dann möglichst gesunde und starke Kinder gezeugt werden. So war es immer und so ist es nach wie vor in uns drin. Zum Glück, muss man sagen, nur deshalb gibt es uns. Es ist etwas ganz wunderbares sich in der Schönheit, die jeder in sich trägt, verlieren zu dürfen und sie zu fördern – äußerlich aber auch innerlich beziehungsweise mental.

Genau das tun wir auch. Je besser es uns allerdings im Laufe der Geschichte ging, je mehr unsere Grundbedürfnisse gedeckt waren, desto mehr hatten wir das Bewusstsein und den Raum dafür, uns auf äußere Merkmale zu konzentrieren und sich auch um sie zu kümmern.
Dies nahm über die Zeit immer mehr zu und ist heute gelebter als je zuvor. So liegt der Fokus immer stärker und stärker lediglich auf dem Sichtbaren.

FOUND MY MEE Hit: nebst dem starken Fokus auf nachgeholfener Schönheit ist in den letzten Monaten die starke Bewegung rund um #bodypositive aufgekommen, welche #Natürlichkeit wieder mehr in den Fokus gerückt hat.

Bei #bodypositivity geht es darum, den eigenen Körper mit all seinen von der Gesellschaft deklarierten „Makeln“ anzunehmen und zu akzeptieren. Durchgesetzt hat sich diese Bewegung vor allem im Internet, bei welcher sich die „Teilnehmer“ gegenseitig sehr unterstützt haben. Ein großer Teil dieser Bewegung besteht aus Frauen mit vielen Kurven und Rundungen, auch Stretchmarks (welche übrigens auch sehr schlanke Models haben) wurden viel gezeigt. So bizarr es scheinen mag, dass man der Welt zeigen muss, dass jeder natürliche Körper normal ist, so gut ist es dies zu tun.

#havealook, einige schöne Aktionen in diesem Rahmen findet ihr hier:

Ganz aktuell ist nothing but light, wo die Fotografin Anastasia Kuba Menschen nackt ablichtet, die sich in ihrem Körper wohl fühlen: nothingbutlight

Hier ist eine Dessous-Kampagne, welche „normale“ Models zeigt: “normale” Frauen tragen Dessous

Das all woman project ist von Frauen für Frauen und sammelt unter dem Hashtag #iamallwoman Bilder von Frauen, die die Vielfältigkeit aufzeigen sollen #iamallwoman pictures

Und Asos ist eine Modemarke, die Models unretuschiert lässt, auch im Bikini.

FOUND MY MEE sagt, steht zu Euren weibliche Rundungen wie sie bei #bodypositivity zelebriert werden! Ja, sie gehören zum weiblichen Körper dazu – doch es ist sehr wichtig darauf zu achten, dass sich das Gewicht immer in einem gesundheitlich guten Rahmen befindet. #bodypositivity sollte demnach nicht als Begründung dafür genutzt werden, Übergewicht zu rechtfertigen. Denn, auch das ist Natürlichkeit: Man sollte weder über- noch untergewichtig, sondern in dem individuell zum Körper passenden Gewicht sein.

Daher, Mädels, FOUND MY MEE legt großen Wert darauf, keine Bewegung einfach so mitzumachen, sondern genau den Kern zu verstehen und sich von manchen unpassenden (Neben)Effekten nicht beeinflussen zu lassen. Dies kann genauso auf Natürlichkeit an sich adaptiert werden. Einige Stimmen kritisieren bei #bodypositivity zum Beispiel, dass auch hier ein Schönheitsideal herrscht. Alle Damen mit sogenannten Übergrößen haben dennoch ein als „hübsch“ definiertes Gesicht und passende Proportionen – Mädels, lasst Euch davon nicht beeinflussen. Nehmt den Kern der Botschaft mit. Und am Ende geht es ganz klar immer um die inneren Werte und das Gefühl!

Ein weiterer Abstecher in die Geschichte von Natürlichkeit.
Es zieht sich durch sämtliche Epochen, dass Menschen modische Erscheinungen geschaffen und gelebt haben. In den letzten Jahren ist es durch die Weiterentwicklung der Welt möglich geworden, Mode immer stärker, allumfassender und eingreifender werden zu lassen. Eingreifender deshalb, weil Mode sich nicht lediglich auf Kleidung sondern auch auf Körperkult bezieht. Man schaue sich nur die stetig wachsende Zahl der Schönheitsoperationen an. Es gibt sogar Menschen, die den natürlichen Zustand garnicht mehr als solchen anerkennen, sondern es als natürlich empfinden, diverse Eingriffe vornehmen zu lassen und den Körper durch Plastik zu ergänzen. Nicht umsonst wird in der chinesischen Medizin die Zungendiagnose genutzt – den Körper kann man verändern, die Zunge ist bei (fast) allem Menschen aber immer in einem natürlichen Zustand und zeigt somit, wie unsere Energie tatsächlich ist – unabhängig von optischen Täuschungen.

FOUND MY MEE Hit: Stars geben die Mode vor beziehungsweise verbreiten sie. In letzter Zeit sind immer mehr Bilder oder auch Cover zu finden, wo diese sich weitestgehend ungeschminkt und somit #natürlichkeit zeigen. Ein gutes Beispiel sind Christina Aguilera, Taylor Swift oder Alicia Keys. Letztere entschloss sich vor 2 Jahren sogar gänzlich auf Make-up zu verzichten. Mit einem offenen Brief als Gastautorin auf der Seite lennyletter.

Sie schrieb über den Druck der bereits bei Mädchen beginnt, optisch immer perfekt aussehen zu müssen, dazu schrieb sie auch einen Song und seitdem verzichtet sie auf Make-up.

#haveareade hier Time to uncover – letter from Alicia Keys

#havealisten hier Alicia Keys – Girl can’t be herself

Sicherlich ist nicht auszuschließen, dass auch auf natürlichen Bildern nach wie vor Retusche vorgenommen wird, dennoch ist es ein gutes Zeichen und gibt #Mut. Denn die Reaktionen auf sämtliche Bilder im natürlichen Look sind unüberstimmbar positiv. #selbstbewusst.

Sehr ironisch ist in dem Zuge der Trend, ungeschminkt auszusehen – #haveanopinion. Laut etlicher Youtube-Tutorials, braucht es nur 10 Minuten und diverse Concealer und Nude-Töne, um ungeschminkt auszusehen. Einen mutigen Film zum Thema #Natürlichkeit hat Em Ford gedreht, welche sich stets perfekt geschminkt als Youtuberin präsentierte. Bis sie den Mut fasste, sich ohne Make-up zu zeigen – mit blühender Akne. Schnell trafen sie unzählige, persönlich verletzende Kommentare, welche sie in folgendem Film verarbeitet, #havealook: You look disgusting – Em Ford

Wie man merkt, ist der heutige Zeitgeist ein Paradoxon. Einerseits wird die Welt und die Mode immer künstlicher, andererseits erlebt Natürlichkeit eine neue Aufmerksamkeit. Beides geht ins Extrem. Diese zweigeteiltheit ist typisch für uns, Generation Y, und ist bereits optisch im „Y“ enthalten. Wir sind auch die Generation, die sich dann für eine Seite entscheiden muss, um dann eine Linie fortzuführen, ebenfalls im „Y“ vorgezeichnet. Daher ist es heute wichtiger als je zuvor, seine Werte zu prüfen und zu erkennen.

Ist die Herausforderung nicht folgende: Durch optische Eingriffe versuchen wir, möglichst makellos auszusehen. Makellos = jung. Man muss sich nur einmal in einem Zeitschriftenregal umschauen, überall gibt es Tips und Tricks wie man die Jugend erhalten kann. Man liest, wie älter werdende Models direkt durch junge ersetzt werden, was uns glauben lässt das lediglich jung schön sein kann. Ebenso altern Werbegesichter, die eine Marke länger begleiten, nicht in dem Tempo wie es üblich wäre sondern bleiben jung retuschiert.

Der Knackpunkt dabei ist, dass es sich immer nur um die optische Jugend handelt. Man versucht sich darüber zu definieren, da man dies – mehr oder weniger – beeinflussen kann. Jugend steht auch für Unschuld. Was wäre also, wenn man sich diese Unschuld, welche wiederum mit Natürlichkeit gleichzusetzen ist, bewahrt? Unschuld beinhaltet Ungeniertheit und Freiheit. Sammelt man falsche Erfahrungen, büßt man davon ein. Das ursprüngliche, natürliche Verhältnis dazu ist also nicht mehr gegeben und man sehnt sich dahin zurück.

Wenn man die ersten Male im Leben, welche das Verständnis prägen, bewusst vorbereitet und mit den Werten erlebt, die man dafür gewählt hat – dann gäbe es später nichts aufzuholen.
Denn es geht nur um das, was man ausstrahlt. Es ist alles nur eine Energieart. Man kann diese durch optische Tricks zwar etwas beeinflussen, aber #jung, #unschuldig oder #natürlich wird man dadurch nicht. Dies strahlt man entweder von innen aus, oder nicht. Es ist daher unendlich wertvoll, sich um die innere Natürlichkeit zu kümmern. Vor allem, und das ist das Geheimnis, zieht die äußere dann auch von alleine nach. Ihr kennt das sicher selbst, mal meint man ohne Make-up das Haus nicht verlassen zu können, mal fühlt man sich ohne Make-up sogar sehr wohl. Genau das ist es. Darum geht es. Um die Energie, die wir im Moment in uns tragen. Das Gefühl. Und je natürlicher dies ist, desto wohler fühlen wir uns.

Dann sind wir innerlich stabil und lassen uns auch nicht durch äußere Schönheitsideale beeinflussen. Sind wir innerlich nicht in unserer Natürlichkeit, nicht im Einklang, beeinflusst und die Meinung der äußeren Welt deutlich und wir versuchen der Welt aber auch uns selbst eine optische Illusion zu erschaffen. Glücklich macht die am Ende auch nicht. Für das gewisse Etwas kann man zu bestimmtes Anlässen dann immer noch in die Trickkiste greifen. Aber am Ende kommen wir doch wieder zur Natürlichkeit als beste Grundform. So sei es!

Seid es Euch wert!

 

NATÜRLICHKEIT – In dieser Kategorie geht es vor allem um den Körper mit dem Schwerpunkt auf Weiblichkeit.

 

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